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| Buchtip Nr. 2: |
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Porgy ist ein schwarzer, verkrüppelter Bettler in Charleston, South-Carolina. Jeden Tag läßt er sich von seinem Freund Peter, der ein Fuhrwerk auf Abzahlung sein vorläufiges eigen nennt, in die Stadt zu seinem bevorzugten Bettelplatz fahren. "Porgy ist ein schwarzer, verkrüppelter Bettler in Charleston, South-Carolina. Jeden Tag läßt er sich von seinem Freund Peter, der ein Fuhrwerk auf Abzahlung sein vorläufiges eigen nennt, in die Stadt zu seinem bevorzugten Bettelplatz fahren.
Nach Feierabend fährt ihn derselbe Peter wieder zurück in die Negerviertel der Stadt, wo sie den Abend bei einem netten kleinen Kartenspielchen verbringen. Sicherheitshalber bringt Porgy zuvor einen Teil seiner Tageseinnahmen in seinem Privatsafe in Sicherheit - für Essen und Miete. Der Rest ist fürs Spiel. Leider sind Spieler nicht immer nur nette Leute und manch einer kann sein Temperament nur schwer im Zaum halten. So kommt es, wie es kommen muß. Ein betrunkener Macho-Neger namens Crown tötet einen der anderen Spieler. Der weiße Sheriff, der sich gegen die Mauer des Schweigens, die ihm entgegensteht, keinen Rat weiß, verhaftet Peter, der sich dummerweise als Zeuge zu erkennen gegeben hat - für unbestimmte Zeit, bis der Täter gefunden und gefangen ist. Porgy muß sich also etwas einfallen lassen, um beweglich zu bleiben. Aus seinem Privatsafe Marke Stein holt er sein Kapital und kauft sich einen Ziegenbock, besorgt sich eine Kiste und Räder und ist über seinen großen Erfolg mehr als überrascht. Hatte er bisher gedacht, die Weißen könnten ihn nicht riechen, schien sich das gewaltig geändert zu haben. Seine Einnahmen stiegen, und fortan war er nur noch ,Der Bettler mit dem Ziegenbock".
Aber Wohlstand, auch der relative Wohlstand von Porgy, zieht Mitesser an. In dieser Geschichte fühlt sich ausgerechnet die drogen- und alkoholabhängige Bess, die Freundin von Crown, dem auf der Flucht befindlichen Mörder, von Pory (besser gesagt von seinen Einnahmen) angezogen. Die restlichen Bewohner des Schwarzenviertels sind jedenfalls der Meinung, daß die nun gar nicht die richtige für Porgy ist. Aber wir wissen ja: Wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr ...
Eine Geschichte über das Leben der Schwarzen im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika mit all ihren Schatten- und Sonnenseiten. Ebenso erfolgreich als Roman wie als Theaterstück, Oper und Film - also wer kennt sie nicht die Negeroper schlechthin (und wer sie nicht kennt, sollte sie kennenlernen).
Dubose Heyward:
Porgy und Bess
ca. 170 Seiten 7,40 Ecu*
Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi)
* Ecu: HFL/DM = ECU x2, BEF = ECU x 40, öS: x15,6, sfr: x1,8
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03.08.2003